Die Iranische U-Boot Floote – In Kleinen Dimensionen Erdacht Für Eine Bestmögliche Abschreckungswirkung

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In kleinen Dimensionen denken. Wie in dem Zitat von Bill Bernbach denkt die iranische U-Boot Strategie in kleinen Dimensionen. Aber sie erzeugt große Angst bei ihren Gegnern. Mit dem Ziel die strategischen und geopolitischen Interessen des Iran zu beschützen, ist es nicht notwendig, mit den Muskeln zu spielen. Die Hauptaufgabe der U-Boot Flotte ist das Patrouillieren und Kontrollieren der Straße von Hormus. Wir sprechen über die weltweiten Öl-Versorgungswege. Vom geopolitischen Standpunkt aus betrachtet trennt der Persische Golf den Iran von den dortigen Monarchien und damit konsequent von den US-Militärbasen, die in diesen Ländern präsent sind. Aber vor allem ist es die globale Drehscheibe für den Handel mit Kohlenwasserstoffen.

Über diese Route verschiffen die Förderländer im Mittleren Osten Rohöl zu ihren Kunden in Asien, Europa und Nordamerika. In 2018 passierten in etwa ein Fünftel des weltweiten Öls, annähernd 21 Millionen Barrel pro Tag, die 39 Kilometer lange Meeresstraße, welche gespickt ist mit Inseln die vom Iran und den Emiraten beansprucht werden. Weiterhin ist die Straße von Hormus die einzige Route zum offenen Meer für ein Drittel des weltweiten verflüssigten Erdgases.

Über Jahre hat der Iran den Ausbau seiner U-Boot Flotte geplant. Dies muß er aus Gründen der nationalen Sicherheit wegen der ständigen Konflikte auf See mit den Vereinigten Staaten, Israel und anderen Regionalmächten. Die U-Boot Flotte der Iranischen Republik ist nichts anderes als das Spiegelbild seiner geoploitischen Ausgangslage in der Region.

Zur Zeit hat die Marine der Islamischen Republik Iran (Islamic Republic Iran Navy – IRIN) – einer der beiden operativen Zweige der der iranischen Seestreitkräfte die zum Teil den Revolutionsgarden unterstehen – 3 verschiedene Klassen von einsatzbereiten U-Booten: Tareq, Fateh und Ghadir. IRIN und IRGC teilen sich außerdem die Gebiete, für die sie verantwortlich sind: die iranischen Revolutionsgarden sind für den Persischen Golf bis in die Straße von Hormus zuständig, während die iranische Marine den östlichen Teil der Straße von Hormus und den indischen Ozean überwacht.

Im Moment besitzt der Iran 3 U-Boote der Tareq-Klasse. Die Tareq-Klasse entspricht der gleichen Klasse, welche sie von Rußland erhalten haben: der Kilo-Klasse. Bis heute hat die Tareq-Klasse diverse Aufwertungen erhalten: seit das Embargo begann haben die Russen keine Unterstützung mehr geleistet und der Iran begann damit, die Reparaturen und Wartungen selbst durchzuführen. Die operative Reichweite von U-Booten dieser Klasse reicht bis zum Golf von Aden, in einigen Tests konnte sogar Süd-Indien erreicht werden.

Dann sind da noch die “Zwerg”-Unterseeboote. Der Iran besitzt aktuell 21 U-Boote der Ghadir-Klasse. Dieses U-Boot basiert auf einem nordkoreanischen Projekt, der MS-29 Yono-Klasse und wurde als Unterwasserschnellboot für den Iran entwickelt. Die Aufgabe dieser Boote ist die Überwachung der Küsten, das verunsichern möglicher Bedrohungen und in der kürzest möglichen Reaktionszeit. Sie werden hauptsächlich als Minenleger und zum Küstenschutz eingesetzt, obwohl sie auch 3-4 Tage auf See bleiben können. Trotzdem werden sie überwiegend zur Überwachung naher Gewässer verwendet.


Der U-Boot-Neuzugang ist die Fateh-Klasse. Aktuell befindet sich nur ein Boot dieser Kategorie im Dienst, zwei weitere sind im Bau und zusätzliche zehn sind in Plänen zum Ausbau der Marine vorgesehen. Die Operationsreichweite der Fateh sieht den den Oman und Pakistan vor.

Sein Debüt hatte die Fateh letztes Jahr während der Militärübung Zulfiqar-99. Es ist das erste U-Boot, das komplett im Iran entworfen und gebaut wurde. Nach Vorgaben der US-Marine entspricht die Fateh (Eroberer) einem kleinen U-Boot, ca. 48 Meter (157 feet) lang und 4,26 Meter (14 feet) breit. Die Unterwasserverdrängung – das wahre Kriterium zum Vergleich von U-Booten – ist in etwa 600 Tonnen. Um eine Vorstellung über die Größe zu erhalten – zum Vergleich haben die amerikanischen Boote der Virginia Klasse eine Unterwasserverdrängung von 7800 Tonnen. Die Fateh ist ein Patrouillen-U-Boot, das es mit Überwasserschiffen aufnehmen kann. Durch ihre eigene Charakteristik und der Charakteristik ihres Operationsgebietes stellt sie eine ernste Gefahr für Kriegsschiffe dar. Der Einsatz der Fateh ist daher ideal am strategischen Flaschenhals der Straße von Hormus. Fateh ist mit schweren Torpedos und Anti-Schiffs-Raketen ausgestattet. Es wird angenommen, daß jedes U-Boot mit 6 Stück der im Iran hergestellten YT-534-UW1 Torpedos ausgestattet ist, welche spezialisiert zur Verwendung gegen Schiffe sind.

In jedem Fall sollte die iranische U-Boot-Flotte in den nächsten Jahren schnell wachsen. Im März diesen Jahres hat der Befehlshaber der Marine Industrie des Verteidigungsministeriums, Konteradmiral Amir Rastegari gegenüber der IRNA (staatl. Nachrichtenagentur) erklärt, daß geplant ist, die Marine Elite Einheiten der islamischen Revolutionsgarden mit leichten und mittelschweren U-Booten aus eigener Produktion zu versorgen. Nach den Stellungnahmen von Rastegari ist die Abhängigkeit vom Ausland des iranischen Militärs im Marinebereich von 70% auf 20% gesunken. In kleinen Dimensionen zu denken ist oft kein Fehler. Es kommt darauf an, was du zu verteidigen hast.

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